Hotel Weisshorn

Lage

Das Hotel Weisshorn liegt auf der rechten Seite des Val d’Anniviers auf 2’337 m ü.M umringt von majestätischen Viertausendern, auf einer windgeschützten Sonnenterrasse, weit weg von Hektik und Verkehr.
Von St. Luc fahren sie mit der Standseilbahn zur Bergstation Tignousa. Von dort aus folgen sie dem Planeten weg. Nach 1h 15 min. ist das Hotel Weisshorn erreicht, von wo Sie einen sehr schänen Panoramablick über das ganze Val d’Anniviers haben.

Geschichte

1845 wurde in Domodossola Francois Mosoni als Sohn eines Italieners und einer Walliser Mutter geboren (gest. 1914). Er hatte eine kommerzielle Tätigkeit in Zermatt und später in Sierre. Er liess zusammen mit seinem Bruder Pierre, weitab jeglicher Siedlung, auf 2337m ü.M am närdlichen Ausläufer der Nava, auf einem Terrain genannt Teta Fayaz mit grandioser Rundsicht, ein Hotel bauen. Diese Wahl des Standortes soll von Pierre Pont, Hotel Bella Tola, St.Luc, zur Vermeidung direkter Konkurrenzierung inspieriert worden sein. Es soll sich um ein Gebäude mit steinernem Parterre und einer hälzernen Etage gehandelt haben.
Dieser Erstbau wurde 1882 erstellt und dürfte 1883 oder 1884 eräffnet worden sein. Im September 1889 fiel er einem Brand zum Opfer, wobei sich die Gäste durch Flucht aus den Fenstern gerettet haben sollen. Das Hotel wurde anschliessennd aus Stein in der heutigen Erscheinungsform gebaut. Mit einem Souterrain und vier Etagen, Berghotel-typischer Veranda im ersten Stock auf Stelzen, Salon und Fumoir wurde es neu realisiert. Der Neubau wurde 1891 eräffnet. Herbeischaffung des Materials wurde für denersten und zweiten Bau druch Maultiere. Transport des Klaviers mit 6 Mann in zwei Tagen.
Aus der Zeit nach 1891 stammende Briefkäpfe erwähnen nur noch F.Mosoni als Eigentümer. Wann sein Bruder ausgeschieden war, lässt sich nicht eruieren, vermutlich im Zusammenhang mit dem Neuanfang. Hotelführung im englischen Stil. Toilettenzwang zum Nachtessen. Rauchen nur im „Fumoir“. Alpengarten, gepflegt von M.Correvon, einem im Wallis sehr aktiven Genfer Botaniker, als Versuchstation des Jardin Alpin in Genf. 1914 Tod Mosoni. 1917, nach vermutlich auch kriegsbedingter unglücklicher Zwischenperiode unter einer Direktion, Uebernahme durch Tochter Emma (Domenica, geb. 1887 in Visp, gest 1969) und Schwiegersohn E.Henri Tosello (geb. 1886 in Roquebillieres, Alpes-Maritimes, 1917/18 Bürgerrecht von Vissoie, gest. 1956), der sich namentlich durch gute Küche inen Namen machte. Ab 1939 Mithilfe der Tochter, Antoinette Golay-Tosello (geb. 1917), bis 1956, dem Tode Tosellos.
Zugang ab Vissoie zu Fuss oder per Mulet „auf gutem Saumweg“, später, nach Erstellung der Strasse dorthin, ab St.Luc, zu Fuss oder per Mulet. Zweimal täglich Postverbindung per Mulet ab Vissoie, später ab St.Luc.
Werbung von dazumals: „Bad, elektrische Heizung, Telephon, – Pferde, Wagen und Maultiere im Hotel“
Keine Fahrstrasse. „Milchkur, Traubenkur vom 20.August an, Sport: Ascension, natation“. (Lac Combavert, 3/4 Std. Und Lac Tounot, 1 Std. eiskalte Bergseen!).
1956 Verkauf an den aus Zürich stammenden M.Steiger, der das Hotel führte und es 1966 aufgab. 1969 Kauf durch eine Gruppe Einheimischer bzw. Aus St.Luc stammender Personen, von denen vier blieben (A.Antille, C.Balmer, F.Devanthery und E.Gard). Ausbau des Fahrweges und Wiederinstandstellung des Gebäudes. Führung durch Pächter (Mme Bonvin, Ehepaar Staub mit Eräffnung in der Wintersaison, Ehepaar Amman nach Rekonstrukon des von einem Sturm weggerissenen Daches 1990 und Wiederherstellung des kleinen Wasserkraftwerkes. _ Im Jahr 2000 wurde das Hotel verkauft an den Luzerner Industriellen Werner Fischer, wohnhaft in Venthone Wallis. Ende 2007 läste ein neuer Pächter die Familie Amman ab.